Ein wichtiger Grundstein in der Entwicklung des Institute for a sustainable Hydrogen Economy (IHE) am Forschungszentrum Jülich ist gesetzt; noch nicht in Stein und Beton, dafür aber im Prozess. Denn jetzt steht fest, dass das international tätige Architekturbüro HENN den Forschungsneubau des IHE plant. Ende 2031 soll die endgültige Heimat des jüngsten Jülicher Instituts fertig sein. Das INW befindet sich von Beginn an im Brainergy Park Jülich. Dort entsteht auch der Forschungsneubau, der aus den vom Land Nordrhein-Westfalen verwalteten Finanzhilfen zur Strukturstärkung im Rheinischen Revier mit rund 90 Millionen Euro gefördert wird.
Die Wahl ist nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren auf das international tätige Büro HENN gefallen. HENN kennt die Gegebenheit vor Ort gut. Das Unternehmen hat auch den Brainergy Hub geplant, das gerade im Bau befindliche Zentralgebäude im Park. Der Forschungsneubau des IHE wird neben dem Hub ein weiteres prägendes Element des innovativen Gewerbeparks nördlich von Jülich. Er befindet sich auf einem 18.930 Quadratmeter großen Grundstück direkt am Eingang.
„Der Forschungsneubau ist ein zentraler Meilenstein für die Entfaltung unseres Instituts. Wir freuen uns, mit HENN ein Büro gewonnen zu haben, das sowohl die Dynamik unserer Region und des Strukturwandels versteht als auch über weitreichende Erfahrung darin verfügt, Forschung, Entwicklung und Administration architektonisch und funktional zu vereinen – und dabei Räume zu schaffen, die Identifikation und Gemeinschaft fördern“, sagt Dr. Susanne Spörler, die Leiterin der Abteilung Infrastruktur und wissenschaftliche Koordination am IHE.
HENN ist ein international agierendes Architekturbüro mit über 75 Jahren Erfahrung in der Entwicklung innovativer Arbeitswelten für Büro, Wissenschaft, Gesundheit, Industrie, Bildung und Kultur. Ein interdisziplinäres Team von 400 Mitarbeitenden arbeitet an den Standorten München, Berlin, Frankfurt am Main und Shanghai eng zusammen. Der kollaborative Entwurfsprozess ist gleichermaßen von Wissen und Neugier getrieben. Dabei schöpft HENN aus einem reichen Erfahrungsschatz von drei Generationen und einem globalen Netzwerk an Partnern.
Seit vielen Jahrzehnten plant HENN zukunftsorientierte Arbeitswelten auf Grundlage der Idee von Innovation durch Kommunikation – darunter eine Vielzahl von Bauten für Wissenschaft und Forschung. Neue Ideen entstehen, wenn Menschen miteinander kommunizieren, wenn ihre unterschiedlichen Perspektiven aufeinandertreffen und sie so fortwährend voneinander lernen. Labore werden zu inspirierenden Arbeits- und Lernlandschaften, die die Begegnung zwischen den Forschenden fördern.
Ziel aller Beteiligten ist das Schaffen eines Forschungsneubaus, der den Mitarbeitenden Büro- und Laborarbeitsplätze an einem Standort bietet. Der Forschungsneubau soll außerdem die Philosophie des IHE widerspiegeln. Diese besagt, dass die Institutsbereiche mit ihren Forschungsschwerpunkten aufeinander aufbauen und so die Wirksamkeit ihrer Ergebnisse verstärkt. „Deswegen soll die Architektur Orte des Austauschs für die Forschenden bieten. Gleichzeitig ist sie eine Einladung an Politik und Gesellschaft zum Austausch mit der Forschung“, erklärt Birgit Spengler, die den Forschungsneubau für das IHE seitens des Geschäftsbereichs Planen und Bauen des Forschungszentrums Jülich als Architektin betreut. Zwei weitere ebenfalls wichtige Anforderungen, die im Laufe der Planungen berücksichtigt werden: Der Bau entspricht den Anforderungen an umwelt- und klimagerechtes sowie nachhaltiges Bauen und er muss dem Institut die Möglichkeit bieten, sich flexibel weiterzuentwickeln.
Umzug im Brainergy Park
Nach knapp vier Jahren sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IHE innerhalb des Brainergy-Parks umgezogen. Jetzt befindet sich das Institut im einem Gebäudetrakt der Hans Lamers Bau GmbH. Die neue Anschrift lautet An der Deutschen Welle 7a. Unlängst hat die Zahl der Mitarbeitenden 170 erreicht. Das Forschungsthema des IHE ist die chemische Wasserstoff-Speicherung. Zudem bildet das Institut den Kern des Helmholtz-Clusters für nachhaltige und infrastrukturkompatible Wasserstoffwirtschaft (HC-H2).
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