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Archimedes-Wissenschaftspreis für Wasserstoff-Pionier Prof. Peter Wasserscheid

Unter der Federführung der Technischen Universität Dresden (TUD) verleihen die DRESDEN-concept Science und Innovation Allianz (DDc) und der Freistaat Sachsen den Archimedes Science Award 2026 an Prof. Peter Wasserscheid, Inhaber des Lehrstuhls für Chemische Reaktionstechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sowie Direktor des Helmholtz Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (IET-2) und des Institute for a sustainable Hydrogen Economy (IHE-3), die beide zum Forschungszentrum Jülich gehören. Der Preis wird im Rahmen der diesjährigen Building-Bridges-Conference in Dresden am 9. September 2026 feierlich verliehen.

Die Entscheidung für Prof. Wasserscheid traf eine außergewöhnlich hochkarätig besetzte Jury, die in ihrer Zusammensetzung einzigartig ist: Ihr gehören die Spitzen der vier großen deutschen außeruniversitären Forschungsorganisationen an – Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft – sowie der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz. Hinzukommen für den DDc-Vorstand: Prof.in Ursula M. Staudinger, Rektorin der TUD, und Prof. Sebastian M. Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des HZDR.

Der Archimedes Science Award 2026 würdigt einen international führenden Forscher auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologien, der Pionierleistungen bei der chemischen Wasserstoffspeicherung vollbracht hat. Insbesondere hat er wesentliche Grundlagen für eine sichere und kostengünstige Handhabung von Wasserstoff in der bestehenden Kraftstoff-Infrastruktur gelegt. Damit entfaltet seine Forschung – gemäß der Idee des Archimedes Science Awards – eine besondere Hebelwirkung; in dem Fall für nachhaltige Lösungen zur Energietransformation.

 

Hintergrund: Prof. Peter Wasserscheid

Prof. Peter Wasserscheid ist ein Pionier auf dem Gebiet der chemischen Wasserstoffspeicherung, der entscheidend zur Entwicklung neuer Wasserstoff-Speicherzyklen, optimierter Katalysatormaterialien, leistungsfähiger Reaktorkonzepte und überzeugender Verfahrensinnovationen beigetragen hat. Von besonderer Bedeutung sind seine Beiträge zur Erforschung und Anwendung von flüssigen organischen Wasserstoffträgern, die eine sichere und kostengünstige Handhabung von Wasserstoff in der bestehenden Kraftstoff-Infrastruktur erlauben. Diese bahnbrechende Innovation ermöglicht perspektivisch den wirtschaftlichen Einsatz von „grünem“ Wasserstoff im Energie-, Mobilitäts- und Produktionssektor und befeuert die Vision einer zukünftigen, CO2-neutralen Wasserstoffwirtschaft.

Als wichtiger Vordenker und Impulsgeber treibt Peter Wasserscheid zudem die schnelle Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis im Rheinischen Revier voran. Die Kohleverstromung im größten Braunkohlerevier Europas endet 2030. Als Gründungsdirektor des Institute for a sustainable Hydrogen Economy des Forschungszentrums Jülich und Sprecher des Helmholtz-Wasserstoffclusters HC-H2 setzt er sich dafür ein, Wasserstofftechnologien als neues wirtschaftliches Standbein in der Region zu etablieren. So soll etwa die Demonstration neuer Wasserstofftechnologien, die auf seiner Forschung aufbauen, neue wirtschaftliche Perspektiven für die Region eröffnen.

Hintergrund: Archimedes Science Award

Der Archimedes Science Award wird gemeinsam unter Federführung der TUD von der DRESDEN-concept Science and Innovation Allianz und dem Freistaat Sachsen vergeben. Er ist mit 50.000 Euro dotiert und wird seit 2025 jährlich im Kontext der internationalen Konferenz „Building Bridges“ verliehen, die vom HZDR in enger Abstimmung mit der Sächsischen Staatskanzlei vorbereitet wird. Der Preis steht für wissenschaftliche Exzellenz, die – ganz im Sinne des Hebelgesetzes von Archimedes – grundlegende Erkenntnisse mit hoher gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und technologischer Wirkung verbindet. Der Archimedes Science Award unterstreicht zudem die Bedeutung Sachsens als international sichtbares Wissenschaftsland. Mit der Auszeichnung senden die TUD und der Freistaat Sachsen ein starkes Signal für die Förderung von Spitzenforschung, die Antworten auf zentrale Zukunftsfragen liefert und den Wissenschafts- und Innovationsstandort Sachsen nachhaltig stärkt.

Hintergrund: DDc

DRESDEN-concept e. V. ist die Forschungsallianz der TU Dresden und lokaler außeruniversitärer Forschungs- und Kultureinrichtungen. Insgesamt 45 Partnereinrichtungen haben sich in dem Verein zusammengeschlossen, um aus der bereits weit entwickelten Zusammenarbeit Synergien in Forschung und Lehre sowie Infrastruktur und Verwaltung zu erkennen und zu nutzen.

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